Ein Gastbeitrag von Dr. Darijana Hahn-Lotzing.
Als ich vor 12 Jahren das erste Mal mit meiner damals einjährigen Tochter auf dem Spielplatz in Hamburg saß, kamen mir plötzlich viele Fragen in den Sinn: Wie erlebten eigentlich andere Mütter und Väter den Spielplatzbesuch? Gingen sie gerne dort hin? Lernten sie sich dort womöglich kennen? Warum gehen wir überhaupt auf den Spielplatz?
Da ich in der Literatur keine befriedigende Antwort auf meine Fragen fand, beschloss ich, selbst nachzuforschen und schrieb meine Doktorarbeit zu diesem Thema (veröffentlicht im Dezember 2011): „Spuren im Sand – oder: Der Kinderspielplatz als Indikator der Gesellschaft. Eine kulturwissenschaftliche Analyse.” In diesem Gastbeitrag veröffentliche ich einige Gedanken daraus.
Der Spielplatz als Kampf-Arena oder harmonischer Treffpunkt?
Dass das Dasein auf dem Spielplatz die Mütter und Väter bewegt, zeigt sich an der Fülle von Zeitungsartikeln, Blogs und Theaterstücken.

Franz Wittenbrinks Liederabend "Mütter", Plakat vom St. Pauli-Theater, Frühjahr 2004, eines von vielen Beispielen, wie das Erwachsenendasein auf dem Spielplätzen verarbeitet wird.
In diesen Artikeln werden Spielplätze mal als „Erwachsenenhölle“ bezeichnet, mal sind sie “Kampf-Arenen, Leistungs- und Vergleichsplätze für ehrgeizige, blind liebende Mütter“. Weiterlesen






